
Hausgeburt in München
Die Begleitung von Geburten ist das Herzstück meiner Arbeit als Hebamme. Ich wünsche mir, dass du in deiner ganzen Kraft gebären darfst – mit Vertrauen in deinen Körper, in dein Baby und in den natürlichen Verlauf der Geburt.
Meine Aufgabe ist es, dich liebevoll, achtsam und mit medizinischer Kompetenz zu begleiten – damit du deine Geburt selbstbestimmt, sicher und in Ruhe erleben kannst.
Warum eine Hausgeburt?
Zu Hause gebären bedeutet, in deiner vertrauten Umgebung zu bleiben – ohne Ortswechsel, unterbrechende Abläufe oder fremde Einflüsse. Du bestimmst die Atmosphäre, darfst dich frei bewegen, Tönen, Atmen, Essen, Duschen, in die Badewanne gehen – und all das immer im eigenen Rhythmus.
Ich begleite dich mit 1:1-Betreuung, bin wachsam an deiner Seite und achte gleichzeitig deine Grenzen und deine Intuition.
Eine Hausgeburt ist möglich, wenn
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du und dein Baby gesund seid,
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das Kind mit dem Köpfchen nach unten liegt,
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es sich um eine Einlingsschwangerschaft handelt und
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die Geburt zwischen 37+0 und 42+0 Schwangerschaftswochen beginnt.

Ablauf deiner Hausgeburt
Wenn die Geburt mit Wehen oder Blasensprung beginnt, bleibst du ganz entspannt zu Hause. Vielleicht telefonieren wir bereits ein- oder zweimal, bis du das Gefühl hast: Jetzt möchte ich meine Hebamme dabeihaben.
Ab dann mache ich mich auf den Weg zu dir.
Während der Geburt:
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Ich bleibe als ruhige, kraftvolle Begleiterin an deiner Seite.
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Ich unterstütze dich bei Positionen, Atmung, Geburtsarbeit und bleibe jederzeit achtsam für deine Bedürfnisse.
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Regelmäßig höre ich die Herztöne deines Babys und begleite die Geburt mit Erfahrung und Zuversicht.
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Bei Bedarf ziehe ich eine zweite Hausgeburtshebamme hinzu, damit wir ausreichend Ressourcen haben, um professionell und sicher für euch da zu sein.
Nach der Geburt:
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Du begrüßt dein Baby im eigenen Tempo, in deinen Armen, in deinem Zuhause.
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Ich helfe dir beim ersten Stillen und führe die U1-Untersuchung direkt bei euch durch.
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Erste 2–3 Stunden bleibe ich bei euch, danach beginnt die Wochenbettbetreuung, in der ich euch weiter zuverlässig begleite.

Rufbereitschaft & Kosten
Ab der 37+0 bis zur 42+0 SSW bin ich für dich rund um die Uhr telefonisch erreichbar.
Für diese Rufbereitschaft fällt eine Pauschale von 750 € an – davon werden dir in der Regel etwa 250 € von der Krankenkasse erstattet.
Rufbereitschaftspauschale wird zu Beginn der Rufbereitschaft 3 Wochen vor dem errechneten Termin fällig.
Die Kosten für die Geburtshilfe selbst werden vollständig von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
FAQ – Häufige Fragen zur Hausgeburt
Ist eine Hausgeburt auch beim ersten Kind möglich?
Ja. Studien zeigen, dass eine außerklinische Geburt beim ersten Kind genauso sicher sein kann wie bei weiteren Geburten – vorausgesetzt, bestimmte Kriterien (Gesundheit von Mutter & Kind, Geburtszeitraum, Kind in Schädellage) sind erfüllt. Eine Hausgeburt ist unter Berücksichtigung klarer Auswahlkriterien ein sehr guter und sicherer Geburtsort. (https://www.quag.de/downloads/Quag-Zu_Hause_und_im_Geburtshaus.pdf)
Jährlich veröffentlicht die „Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe“ in Qualitätsberichten die Statistik, wie sicher Geburten außerklinisch ablaufen: https://www.quag.de/quag/publikationen.htm
Kann ich nach einem Kaiserschnitt zu Hause gebären?
Grundsätzlich möglich. Wir besprechen in der Schwangerschaft genau, ob eine Hausgeburt in deinem Fall sinnvoll und sicher ist.
Kann ich Zwillinge oder ein Kind in Beckenendlage zu Hause bekommen?
Nein – in diesen Fällen empfehle ich eine Geburt in der Klinik.
Welche Schmerzmittel gibt es bei einer Hausgeburt?
Wärme (Badewanne), Bewegung, Massagen, Homöopathie, pflanzliche Mittel, Rebozo-Techniken, TENS, rezeptfreie Medikamente wie z.B. Buscopan unterstützen dich sanft. Bedürfnisse nach PDA oder starken Schmerzmitteln können in der Klinik erfüllt werden – eine Verlegung ist jederzeit möglich.
Was passiert, wenn während der Hausgeburt Komplikationen auftreten?
Das wichtigste Ziel meiner Arbeit ist immer, dass es dir und deinem Baby gut geht – körperlich wie seelisch. Damit das gelingt, begleite ich dich während der gesamten Geburt in einer intensiven 1:1-Betreuung. In der letzten Phase der Geburt kommt in der Regel eine zweite Hausgeburtshebamme hinzu, sodass wir zu zweit ein wachsames und erfahrenes Team an deiner Seite sind.
Während der Geburt achte ich aufmerksam auf dich und dein Baby – ich beobachte deine Wehen, dein Wohlbefinden und kontrolliere regelmäßig die Herztöne deines Kindes. So erkenne ich mögliche Abweichungen sehr früh und kann rechtzeitig reagieren. Sollte sich abzeichnen, dass die Geburt zuhause nicht mehr sicher abgeschlossen werden kann, bespreche ich mit dir und deinem Partner in Ruhe eine Verlegung in eine Klinik. Auch in diesem Moment bleibst du handlungsfähig: wir gestalten den Übergang so sanft wie möglich, damit du die Geburt weiterhin aktiv miterleben kannst.
Mein Anspruch ist es, echte Notfälle zu vermeiden. Durch die enge Begleitung und mein geschultes Auge lassen sich mögliche Risiken meistens schon im Vorfeld erkennen. Falls es dennoch zu einer akuten Situation kommen sollte, bin ich medizinisch bestens vorbereitet: ich kann Infusionen legen, Notfallmedikamente verabreichen und bei Bedarf Sauerstoff geben. Geburtshilfliche Operationen wie Saugglocke, Zange oder Kaiserschnitt sind selbstverständlich nur in der Klinik möglich – dafür arbeite ich eng mit den umliegenden Krankenhäusern zusammen. Schon während einer Verlegung übermittle ich wichtige Informationen an die Kolleginnen und Kollegen vor Ort, damit du und dein Baby ohne Zeitverlust bestmöglich versorgt werdet.
Um für solche Situationen jederzeit vorbereitet zu sein, nehme ich regelmäßig an Notfall- und Reanimationstrainings teil. So kannst du sicher sein, dass ich auch außerhalb der Klinik in besonderen Momenten umsichtig und kompetent handle.
Mein Ziel ist es, dass du dich während deiner Hausgeburt geborgen fühlst – mit dem Vertrauen, dass deine Sicherheit und die deines Babys immer an erster Stelle stehen.
Müssen Geburtsverletzungen im Krankenhaus versorgt werden?
Kleinere Dammrisse kann ich zu Hause unter lokaler Betäubung versorgen. Nur bei komplexeren Verletzungen wäre eine Verlegung in die Klinik notwendig.
Wie geht es nach der Hausgeburt weiter?
Im Wochenbett komme ich täglich (bei Bedarf auch mehrmals täglich) zu dir nach Hause. Ich schaue, wie du dich erholst, unterstütze dich beim Stillen und beobachte die Entwicklung deines Babys. Die Abstände der Hausbesuche werden im Laufe der Wochen größer, bis wir uns guten Gewissens verabschieden.
